Heiligtum von Fátima

Heiligtum von Fatima

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Das Städtchen Fatima im zentralen Teil Portugals gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Europas. Hunderttausende Pilger statten dem Heiligtum von Fatima alljährlich einen Besuch ab. Ihr Ziel sind die Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit, die mit ihren rund 9.000 Sitzplätzen zu den größten katholischen Gotteshäusern der Welt gehört sowie die Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz.  

Heiligtum von Fatima: Geschichtlicher Hintergrund

Dass die rund 11.500 Einwohner zählende Kleinstadt Fatima zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte der Christenheit aufstieg, verdankt das Städtchen eine Verkettung von Ereignissen im Jahr 1917. Damals tobte auf den Schlachtfeldern Europas der Erste Weltkrieg, als drei Hirtenkindern am 13. Mai 1917 die Jungfrau Maria auf einem Feld erschien. Die Mutter Gottes richtete das Wort an die Kinder und forderte sie auf, sich an jedem 13. Tag eines Monats an der gleichen Stelle wieder einzufinden. Obwohl die Seherkinder vereinbart hatten, Stillschweigen zu den Ereignissen zu bewahren, machte das Gerücht von der Erscheinung schnell die Runde. Immer größer wurde die Anzahl der Menschen, die sich an jedem 13. auf dem Feld einfanden, um die Marienerscheinung selbst zu sehen.  

Sonnenwunder am 13. Oktober 1917

Für den 13. Oktober 1917 kündigte die Jungfrau Maria ein Wunder an, dass sich an einem wolkenverhangenen Tag vor den Augen Tausender Schaulustiger ereignen sollte. Tatsächlich soll alten Überlieferungen zufolge die Sonne plötzlich hinter den Wolken hervorgetreten sein und als leuchtendes Feuerrad rotiert haben. Das Ereignis ging als Sonnenwunder in die Geschichte ein. Im Jahr 1930 erklärte der Bischof von Leiria die Geschichte für glaubwürdig. Im gleichen Jahr wurde die Erscheinung durch die römisch-katholische Kirche offiziell als Wunder anerkannt. Zwei der drei Hirtenkinder wurden von Papst Johannes Paul II. am 13. Mai des Jahres 2000 seliggesprochen.   

Ziel der Pilger: Rosenkranz-Basilika

Zu Ehren der Marienerscheinung wurde ab dem Jahr 1928 die Rosenkranz-Basilika erbaut. Das neobarocke Gotteshaus steht an der Stelle, an der die drei Hirtenkinder erstmalig die Jungfrau Maria erblickt hatten. Im Jahr 1954 erhob Papst Pius XII. die Kirche in den Rang einer Basilica minor. Der barocke Glockenturm ist 65 m hoch und trägt als Dach eine Bronzekrone. Die Hirtenkinder wurden später in der Basilika beigesetzt. Während sich die Gräber von Lúcia dos Santos und Jacinta Marto im linken Querschiff befinden, liegt das Grabmal von Francisco Marto im rechten Querschiff.  

Video: Fatima - Portugal HD

Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit

Die Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit ist ein Kirchenneubau, der am 12. Oktober 2007 geweiht wurde. Das Gotteshaus steht gegenüber der Rosenkranz-Basilika und zählt zu den größten katholischen Kirchen der Welt. Rund 9.000 Menschen finden in der riesigen Basilika Platz, die anlässlich des 90. Jahrestages des Sonnenwunders errichtet wurde. 13 Türen bilden den Zugang zu dem Gebäude, dessen oberirdischer Teil kreisrund ist. Die Zugänge haben symbolischen Wert und stehen für Jesus Christus und die 12 Apostel. Zwischen beiden Gotteshäusern befindet sich der größte Kirchenvorplatz der Welt. Zur Eröffnung der Igreja da Santissima Trindade im Jahr 2007 fanden sich 250.000 Pilger aus allen Teilen der Welt in dem Städtchen Fatima ein.  

Päpste am Heiligtum von Fatima

Mehrere Päpste statteten dem Heiligtum von Fatima seit den 1960er Jahren einen Besuch ab. Eine besondere Verbundenheit mit dem Ort muss Papst Johannes Paul II. mit diesem Ort gefühlt haben. Ganze dreimal fand er sich in Fatima ein. Im Jahr 2000 sprach der zwei der drei Hirtenkinder selig. Bereits Jahre zuvor, am 13. Mai 1982 und am 13. Mai 1991, besuchte das Oberhaupt der katholischen Kirche das Heiligtum. Vor ihm war es Papst Paul VI., der es sich nicht nehmen ließ den wiederkehrenden Feierlichkeiten am 13. Mai 1967 beizuwohnen. Ebenfalls den 13. Mai wählten Papst Benedikt XVI. im Jahr 2010 und Papst Franziskus im Jahr 2017 als Datum für einen Besuch der heiligen Stätte aus.  

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