Wandern in Portugal

Wandern in Portugal

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Auf den Azoren, auf Madeira, an der sonnenverwöhnten Algarve oder im stillen Alentejo – das Wandern ist in Portugal zu jeder Jahreszeit ein Genuss. Im Hinterland der Küste gibt es eine Fülle malerischer Landschaften mit Korkeichenwäldern, bunten Blumenwiesen und weißen Dörfern zu entdecken.  

Authentisches Portugal: Wanderungen im Alentejo

In der Provinz Alentejo präsentiert sich Portugal von seiner ursprünglichen Seite. Lärmende Strände wie an der Algarve gibt es hier nicht. An dem 350 Kilometer langen Wegenetz des Weitwanderweges Rota Vicentina dominieren wogende Weizenfelder, blühende Wiesen und Korkeichenwälder das Landschaftsbild. Die Wanderungen führen durch hügeliges Gelände. Auf der Spitze flacher Hügelkuppen thronen weiße Dörfer und mancherorts drehen sich träge Flügel von Windmühlen. Wenn Sie die ursprüngliche Seite des Landes entdecken wollen, planen Sie in Ihrem Urlaub in einem Ferienhaus in Portugal eine Wanderung auf dem Caminho Histórico ein. Der mehr als 200 km lange Weitwanderweg folgt dem Verlauf historischer Hirten- und Handelspfade und verbindet das Cabo Sao Vicente im Süden mit Santiago do Cacém im Norden.  

Seeromantik auf dem Fischerpfad

Der sogenannte Fischerpfad ist ein weiterer Teilabschnitt der Rota Vicentina. Der wildromantische Wanderweg führt an der Küste des Atlantischen Ozeans immer auf den Steilklippen entlang. Der über 100 km lange Wanderweg passiert winzige Fischerdörfer, in denen die Bewohner noch heute auf den Felsen stehend ihre Angeln auswerfen. Das Rauschen der Brandung und die salzige Atlantikluft sind die ständigen Begleiter auf den Wanderungen. Hin und wieder werden die Felsklippen von feinsandigen Stränden unterbrochen, die an heißen Sommertagen zu einem erfrischenden Bad einladen. Auf dem Fischerpfad sind Kondition und Schwindelfreiheit gefragt. Teilweise führt der gerade einmal handtuchbreite Wanderweg an steilen Klippen entlang, während in der Tiefe die Wellen des Atlantiks gegen die Klippen brausen.  

Caminho Português – die Jakobswege in Portugal

Seit dem Mittelalter pilgern Gläubige aus allen Teilen Europas zum Grab des heiligen Apostels Jakobus. Die Hauptroute des portugiesischen Jakobsweges führt von Lissabon nach Santiago de Compostela. Auf der 620 km langen Strecke passiert die Route Städte wie Coimbra und Porto. Der Streckenverlauf orientiert sich zu großen Teilen am Verlauf antiker Römerstraßen. Meilensteine und Steinquader mit lateinischen Schriftzeichen belegen die Nutzung des Wegenetzes durch die Römer vor 2.000 Jahren. Am Ende jeder Tagesetappe und unterwegs laden Pilgerherbergen zur Übernachtung ein.  

Neben der Hauptstrecke, die in Küstennähe von Lissabon bis nach Santiago des Compostela verläuft, gibt es einige Nebenrouten des Caminho Português. Teilweise führen Sie im Hinterland der Küste durch bergiges Terrain, um nach etlichen Tagesetappen wieder auf den Hauptweg zu treffen. Wenn Sie ein Ferienhaus in Portugal in der Umgebung von Lissabon oder an der Costa Verde gebucht haben, können Sie den historischen Pilgerpfad abschnittsweise in Ihrem Urlaub erwandern.  

Video: Wandern auf Madeira

Madeira: Wandern entlang der Levadas

Madeira liegt vor der afrikanischen Küste im Atlantischen Ozean. Die Insel hat zwei Gesichter, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Im Norden grünt und blüht die Natur dank der häufigen Niederschläge, während der Süden vergleichsweise karg und trocken ist. Wanderungen führen entlang der sogenannten Levadas, künstlichen Wasserläufen, die das Wasser aus dem niederschlagsreichen Norden in den trockenen Süden umleiten. Eine Hauptroute auf der Insel ist die Levada Norte, die über den Encumeada-Pass ins Folhada führt. Der Wanderpfad wird von wildem Hibiskus, Lorbeerbäumen und Farnen gesäumt. An einigen Stellen plätschern Wasserfälle, deren Wasser die Levada füllt. Reizvoll ist auch eine Wanderung in das Tal der Ribeira da Janela. Afrikanische Liebesblumen recken ihre meterlangen Ranken über den Weg und in der Luft liegt der Duft von Eukalyptusbäumen. An einigen Stellen öffnen sich grandiose Aussichten auf den Atlantischen Ozean. Ausgangspunkt für die meisten Wanderungen ist die Inselhauptstadt Funchal. Mit dem Mietwagen gelangen Sie zügig zu den Startpunkten der Wanderwege.  

Wilde Natur und Vulkankrater auf den Azoren

Zahlreiche Outdoor-Aktivisten wählen die Inselgruppe der Azoren als Reiseziel für einen Wanderurlaub. Der Archipel besteht aus neun Hauptinseln und liegt rund 1.400 km von der portugiesischen Küste entfernt im Atlantischen Ozean. Entstanden sind die Azoren durch aktiven Vulkanismus und die Spuren vergangener Eruptionen sind teilweise noch heute in Form von kreisrunden Kraterseen sichtbar. Ein überaus reizvolles Wanderziel auf der Hauptinsel San Miguel ist die Caldera des Vulkans Sete Cidades. Hier liegen zwei Kraterseen, von denen einer tiefblau und der andere smaragdgrün leuchtet, dicht beieinander. Ebenfalls auf dieser Insel befinden sich die Wasserfälle Salto do Cabrito und die heißen Quellen von Furnas.  

Wenn Sie die Abgeschiedenheit in wilder Natur suchen, statten Sie der Insel Santa Maria einen Besuch ab. Nur wenige Touristen verirren sich auf die geologisch älteste Insel des Archipels. Hier ist der Wasserfall Salto da Raposa das mit Abstand spektakulärste Wanderziel. Aus einer Höhe von 80 m stürzt das Wasser über eine Abbruchkante in die Tiefe. Auf dem Weg zu diesem Naturschauspiel ist Trittsicherheit erforderlich. Der Wanderpfad wird von dichter subtropischer Vegetation eingerahmt und führt über scharfkantiges Felsgestein. Auf der Insel Pico erwartet Sie mit den sogenannten Torres-Grotten ein weitverzweigtes Höhlensystem im Inneren eines erkalteten Lavastromes.  

Beste Reisezeit zum Wandern in Portugal

Wer zum Wandern nach Portugal kommt, muss die klimatischen Besonderheiten beachten. Auf dem Festland kann es im Hochsommer drückend heiß werden. Im Landesinneren sind Temperaturen von bis zu 40 Grad keine Seltenheit. Bei großer Hitze besteht die Gefahr der Dehydrierung und Überanstrengung. Besser geeignet sind die Vor- und Nachsaison zum Wandern. Von Mitte März bis Anfang Juni und von Mitte September bis Anfang November ist die beste Reisezeit für einen Wanderurlaub. Auch für die Blumeninsel Madeira ist die beste Zeit für einen Wanderurlaub die Vorsaison. Ab Mitte April können Aktivurlauber die Wanderstiefel schnüren und die gebirgige Vulkaninsel zu Fuß erforschen. Grundsätzlich gilt auf allen Wanderungen in Portugal, dass ein ausreichend großer Vorrat an Trinkwasser im Gepäck mitgeführt werden muss.  

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