Kathedrale Sé Velha in Coimbra

Kathedrale Sé Velha in Coimbra

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Die Kathedrale Sé Velha in Coimbra ist ein Meisterwerk romanischer Baukunst in Portugal. Die Stadt ist seit dem 6. Jahrhundert Bischofssitz und blieb dies vermutlich auch während der Zeit der maurischen Vorherrschaft vom 8. bis zum 11. Jahrhundert.  

Sé Velha – die „alte Kathedrale“

„Alte Kathedrale“ heißt die romanische Kirche Sé Velhe im Zentrum von Coimbra in der wörtlichen Übersetzung. Alt ist das Gotteshaus tatsächlich, denn mit dem Bau wurde nach dem Abriss eines Vorgängerbaus zur Mitte des 12. Jahrhunderts begonnen. Wann genau die Grundsteinlegung erfolgte, kann heute niemand mehr mit Sicherheit sagen. Es wird vermutet, dass mit den Arbeiten zum Aufbau der Kathedrale zu Beginn der Regierungszeit von Afonso Henrique begonnen wurde. Der Monarch rief sich im Jahr 1139 selbst zum ersten König von Portugal aus, nachdem die Mauren in der Schlacht von Ourique vernichtend geschlagen wurden. Da im Jahr 1185 die Krönung des Nachfolgers von Alfonso (Sancho I.) in der Kathedrale von Coimbra stattfand, gehen Forscher davon aus, dass der Bau am Ende gegen 1170er Jahre abgeschlossen gewesen sein dürfte.  

Mittelalterliche Baukunst in Coimbra: Das Hauptportal

Die Kathedrale Sé Velha ähnelt beim ersten Betrachten einer mittelalterlichen Burg. Turmartige Pfeiler rahmen die Westfassade ein, an der sich auch das Hauptportal des Gotteshauses befindet. Der zweigeschossige, halbrunde Vorbau verstärkt den Eindruck, dass es sich bei der Kirche um ein festungsartiges Bauwerk handelt. Einen Kontrast liefert das filigran gestaltete Hauptportal der Kathedrale, das von schlanken, kunstvoll verzierten Säulen eingerahmt wird. An den Schäften winden sich fein gearbeitete Blumenranken empor, während die Kapitelle mit angedeuteten Blättern und Tiermotiven verziert sind. Über dem Hauptportal befindet sich ein für die romanische Bauweise typisches Rundbogenfenster.

Video: Sé Velha de Coimbra

Porta Especiosa – Renaissance-Kunstwerk mit Seiteneingang

Ein spezielles Kunstwerk an der Seite der Kathedrale Sé Velha ist die Porta Especiosa. Dabei handelt es sich um ein dreigeschossiges Portal, das im unteren Geschoss eine unter einem Rundbogen platzierte Eingangstür beherbergt. Die kunstvollen Figuren links und rechts des Portals stellen einerseits Johannes den Täufer und andererseits den Propheten Isajas dar. Über dem Eingangsportal befindet sich ein Loggia-artiger Aufbau mit einer Säulenbalustrade. Das obere Stockwerk schließt mit denn Zinnen der Kathedrale ab. Es zeigt einen stilisierten Triumphbogen, der von Nischen mit Rundbögen flankiert wird. Die Porta Especiosa wurde im 16. Jahrhundert hinzugefügt. Das Portal trägt deutliche Merkmale der Renaissance.  

Kreuzgang mit gotischen Elementen

Der Kreuzgang wurde erst zu Beginn des 13. Jahrhunderts hinzugefügt. Deutlich ist anhand der Architektur zu erkennen, dass der Übergang von der Romanik zur Gotik in vollem Gange war. Die Doppelarkaden sind mit für die Romanik typischen Rundbögen ausgestattet, während das Kreuzrippengewölbe ein gotisches Bauelement ist. Der Kreuzgang umschließt einen quadratischen Innenhof. An den Säulen befinden sich kunstvolle Blattkapitelle und mystische Fabelwesen. Auch Vögel, die augenscheinlich Weintrauben aufpicken, sind an den Kapitellen zu sehen. An den Kreuzgalerien befinden sich kleine Kapellen mit den Grabstätten von Chorherren und anderen Kirchendienern.  

Ausstattung des Innenraumes

Die Kathedrale Sé Velha ist ein dreischiffiges Gotteshaus. Das Mittelschiff besitzt ein Tonnengewölbe, während die beiden Seitenschiffe mit Kreuzgratgewölben überdacht sind. An der Ostwand steht ein spätgotischer Altar, dessen Bilder von flämischen Malern geschaffen wurden. Aus dem 16. Jahrhundert stammt das aufwendig verzierte Taufbecken. Der Sockel ruht auf den Rücken von vier steinernen Löwen. Er ist mit Fabelwesen verziert, die eine Mischung aus Mensch und Tier darstellen. In der linken Seitenapsis befindet sich das Grabmal des Bischofs Jorge de Almeida. Er ließ im frühen 16. Jahrhundert den Portalvorbau Porta Especiosa erbauen.

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