Surfen in Portugal

Surfen in Portugal

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Mäßig hohe Wellen im Frühling und Sommer, meterhohe Brecher im Herbst und Winter– Surfer kommen in Portugal das ganze Jahr hindurch auf ihre Kosten. Unablässig branden die Wellen des Atlantischen Ozeans gegen die Süd- und Westküste des Landes und machen Portugal auf diese Weise zu einer Top-Destination für einen Surfurlaub.  

Surfen in Portugal: Wellen, Wind und breite Strände

Portugal gilt in der Surfer-Szene als ein Hotspot auf dem europäischen Kontinent. An der 800 Kilometer langen Westküste reiht sich Surfspot an Surfspot. Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. In Portugal ist das ganze Jahr hindurch Surfsaison. Im Sommer rollen die Wellen zur Freude von Anfängern und Newcomern sanft an die breiten Sandstrände. Im Herbst türmen stürmische Atlantikwinde hingegen meterhohe Brecher vor der Küste auf, die selbst für erfahrenen Surfprofis zu einer echten Herausforderung werden können. Für einen Surfurlaub in einem Ferienhaus in Portugal spricht darüber hinaus die Infrastruktur. An keinem Surfspot an der Atlantikküste fehlt eine Surfschule, ein Camp oder ein Surfshop. Nicht einmal das eigene Material müssen Sie in den Ferienhaus Urlaub mitbringen, da vielerorts Boards ausgeliehen werden können.  

Wellenreiten nur im Neoprenanzug

So beliebt die Atlantikküste Portugals in der Surferszene auch ist, ohne Neoprenanzug geht im kühlen Atlantikwasser nichts. Selbst im Hochsommer klettert die Wassertemperatur an der Westküste auf maximal 20 Grad, was in dieser Jahreszeit das Tragen eines wärmenden Neoprenanzugs unerlässlich macht. Lediglich an der Algarve reicht im Juli und August ein Shorty als Bekleidung. Die niedrigen Wassertemperaturen haben ihren Grund im Aufsteigen von kaltem Tiefenwasser vor der Küste, ein Effekt, der als Upwelling bezeichnet wird. Andererseits liegt das Land auf der Iberischen Halbinsel so weit südlich, dass selbst der Norden unter den Einfluss des Passatwindes geraten kann. Lediglich Surfeinsteiger profitieren von dieser Situation, denn die Wellen brechen bei auflandigem Wind weniger schnell, sodass mehr Zeit für die ersten Stehversuche bleibt.  

Surfen an der Algarve

Die Algarve im Süden Portugals ist die touristisch am besten erschlossene Region des Landes. Im Hochsommer sind die Wellen nur schwach ausgeprägt. Allerdings bietet dieser Küstenabschnitt ideale Voraussetzungen zum Wellenreiten, wenn die Herbst- und Winterwinde den Atlantik an der Westküste zu stark aufpeitschen und das Surfen nahezu unmöglich machen. Die Stadt Sagres im Westen der Algarve eignet sich hervorragend als Standort für ein Ferienhaus, denn in der Umgebung liegen mehrere attraktive Surfspots unter anderem in Beliche, Zavial und Tonnes. In Lagos fällt der breite Sandstrand ins Auge, an dem wegen einiger Riffe nicht bei Niedrigwasser gesurft werden sollte. Um an einige der besten Surfspots zu gelangen, ist nicht selten eine Anfahrt über holprige Schotterpisten erforderlich. Aus diesem Grund sollten Sie ein Fahrzeug mit Allradantrieb anmieten, wenn Sie die Buchung eines Leihwagens planen.  

Video: In Portugal Surfen: Ericeira, Peniche, Algarve

Surfparadiese rund um Lissabon

Lissabon ist eine kosmopolitische Stadt, die sich perfekt für eine kombinierte Sigtseeing- und Shoppingtour eignet. Eine ganze Reihe von Surfspots verteilt sich in einem Umkreis von 20 Autominuten um die portugiesische Hauptstadt. Der bekannteste und qualitativ hochwertigste unter ihnen ist Carcavelos. Hier gibt es die besten Beachbreaks für Einsteiger. Da es im Sommer schnell voll wird am Strand, empfiehlt sich ein früher Start in den Tag. Im Morgengrauen fehlen die Tagesgäste, die zum Baden und schwimmen an den Strand kommen. Nördlich von Lissabon befindet sich der Surfspot Ericeira mit seinen herrlichen Sandstränden. In der Nebensaison sind sie oft menschenleer. In Ericeira kommen sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten. In den nördlichen Bereichen treten höhere Wellen auf als im Süden. Bei São Lourenço kommt erschwerend ein anspruchsvoller Riffbruch hinzu. Von den konstanten Wellenbewegungen bei Coxos profitieren vor allem Surf-Neulinge.  

Praia do Cabedelo – Allroundspot für Wellenreiter, Windsurfer und Bodyboarder

Die Praia do Cabedelo ist ein Strand an der Westküste Portugals, der sich mittig zwischen den Städten Vigo und Braga an der Atlantikküste erstreckt. Hier kommen Windsurfer, Wellenreiter und Bodyboarder gleichermaßen auf ihre Kosten. In Abhängigkeit vom persönlichen Level bestimmt jeder Surfer die ideale Wellenhöhe für einen rasanten Ritt auf den Kämmen. Für exzellente Bedingungen sorgt zwischen Mai und August der Nordwind „Nortada“, der leicht ablandig weht. Überlaufen ist der Strand selbst in den Sommermonaten Juli und August nicht. Neben den obligatorischen Surfern kommen nur wenige Einheimische zum Baden und Sonnen hierher. Am Strand befindet sich eine Surfschule, die Unterricht unter professioneller Anleitung anbietet. Wer dem Wellenreiten oder Windsurfen nichts abgewinnen kann, leiht sich ein Surfboard und Stechpaddel aus und trainiert die Muskeln beim Stand up Paddling.  

Surfurlaub auf den Azoren

Rund 1.400 km vom europäischen Festland entfernt liegt die Inselgruppe der Azoren im Atlantischen Ozean. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und gehören politisch zu Portugal. Wie auf der Kanareninsel Fuerteventura sind die Wellen sehr konstant, was das Wellenreiten berechenbar macht. Insbesondere die Strände auf der Hauptinsel Sao Miguel eignen sich hervorragend für einen Ritt auf den Wellenkämmen. Die Beachbreaks haben mittlere Stärke und nach jeder Session können Sie am Strand liegen und sich die Sonne auf den Körper scheinen lassen. Die Bandbreite an Breaks ist auf der Hauptinsel groß und reicht vom Beginner-Beachbreak bis zum Big-Wave-Riff. Zu den meistbesuchten Surfspots auf Sao Miguel gehört Populo am Rand der Inselhauptstadt. Am Strand verteilen sich mehrere Peaks, sodass Surfer mit unterschiedlichen Ansprüchen auf ihre Kosten kommen.  

Surfunterricht in portugiesischen Surfcamps

Die große Dichte an Surfschulen macht die Auswahl nicht leicht für Anfänger, die in einem Ferienhaus Urlaub in Portugal das Surfen erlernen wollen. Dennoch sollte nicht ein niedriger Preis das dominierende Auswahlkriterium sein, sondern das professionelle Umfeld. Ein wichtiges Merkmal eines guten Surfcamps ist die geringe Zahl von Teilnehmern pro Kurs. Sie ist bei qualifizierten Surfschulen auf 6-8 Teilnehmer begrenzt, sodass der Coach für schnelle Fortschritte bei sämtlichen Surf-Neulingen sorgen kann. Das ausgewählte Surfcamp sollte darüber hinaus eine professionelle Video-Analyse anbieten, mit deren Hilfe Schwachstellen und Fehler aufgedeckt werden. Grundsätzlich können Surf-Einsteiger zwischen Einstiegskursen und Intensivkursen mit einem Privatlehrer wählen.

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