Nordportugal – Portwein, Naturparks und UNESCO-Welterbestätten

Nordportugal – Portwein, Naturparks und UNESCO-Welterbestätten

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Portugals Norden spielt in den Reiseplanungen deutscher Urlauber bislang nur eine untergeordnete Rolle. Dabei hat die Region zwischen der Costa Verde und der spanischen Grenze eine Fülle an landschaftlichen und kulturellen Highlights sowie einzigartige Traumstrände zu bieten.  

Portugals grüner Norden: Paradies für Naturliebhaber

Nordportugal unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der bei Sonnenanbetern und Badeurlaubern beliebten Algarve. Zwischen der spanischen Grenze und der Atlantikküste hat sich das Land seinen ursprünglichen Charakter fernab vom Massentourismus bewahrt. Kaum wahrgenommen wird der einzige Nationalpark Portugals, der zwei Autostunden von der Hafenstadt Porto entfernt liegt. Wasserfälle rauschen in Kaskaden über Felsabbrüche und Wanderwege führen durch uralte Pinien- und Eukalyptuswälder, in denen wild lebende Ponys beheimatet sind. Im Norden wird die Region von spanisch-portugiesischen Grenzfluss Rio Minho begrenzt, im Süden bildet der Flusslauf des Rio Douro die natürliche Begrenzung. An seinen Steilufern gedeihen die Trauben, aus denen der weltberühmte Portwein gekeltert wird. Bei Porto mündet der Rio Douro in den Atlantischen Ozean.  

Weinterrassen im Canyon: Bootsfahrt auf dem Rio Douro

Das Tal, das der Rio Douro in Jahrmillionen in das Felsgestein gegraben hat, gleicht einem tief eingeschnittenen Canyon. Das Wasser des träge dahinfließenden Stromes schimmert in den Sommermonaten smaragdgrün. An den Cais da Ribeira in Porto befindet sich der Startpunkt für eine Bootsfahrt auf dem Fluss. Sie besteigen eines der typischen Rabelos-Schiffe und freuen sich auf die kommenden Stunden, die Ihnen unvergessliche Impressionen bescheren werden. Langsam gleiten Sie an den Häuserfassaden der Altstadt Ribeira vorbei. Die Granithäuser scheinen sich übereinanderzustapeln in dem engen Flusstal. Sie unterqueren die eindrucksvolle zweistöckige Luis-I-Brücke, die die Hafenstadt mit dem Weindorf Vila Nova verbindet. Nachdem die letzten Häuser zurückgewichen sind, ändert sich das Landschaftsbild im Canyon. In endlos scheinenden Reihen ziehen sich Weinreben am Steilufer entlang. Aus den Trauben wird mit dem berühmten Portwein ein Exportschlager Portugals gekeltert. Diesen können Sie während eines Zwischenstopps bei einem ortsansässigen Winzer verköstigen und kaufen.  

Video: ARTE: Portugals wilder Norden

Porto – Lifestyle-Metropole und UNESCO-Weltkulturerbe

Rund eine Viertel Million Menschen leben in der zweitgrößten Stadt Portugals nach Lissabon. Porto ist eine Lifestyle-Metropole an der portugiesischen Westküste, die mit dem Altstadtviertel Ribeira über ein architektonisches Kleinod der besonderen Art verfügt. Seit 1996 ist die terrassenförmig angelegte Altstadt Portos UNESCO-Weltkulturerbe. Enge Kopfsteinpflastergassen winden sich durch das Häusermeer, in dem die meisten Gebäude aus dunkelgrauem Granit erbaut wurden. Pünktlich zur Eröffnung am frühen Vormittag stehen die Touristen Schlange vor dem 76 m hohen Glockenturm Torre dos Clérigos, der zur Kathedrale Sé gehört. Die Aussicht von der Spitze des barocken Koloss' über das Meer aus roten Ziegeldächern ist überwältigend. Im Stadtzentrum erwarten Sie zahlreiche denkmalgeschützte Bauwerke wie der Börsenpalast der Kaufleute, das Jugendstil-Kaffeehaus „Café Majestic“ und die Reste der Stadtmauer aus der Römerzeit. Ein architektonisches Highlight ist der Bahnhof São Bento, der mit über 20.000 portugiesischen Wandkacheln verziert ist.  

Grüne Wildnis im Nationalpark Peneda Gerês

Fernab der touristischen Routen liegt der Nationalpark Peneda Gerês im Norden Portugals. Rund zwei Stunden brauchen Sie von der Hafenstadt Porto mit dem Mietwagen bis zu diesem Naturparadies. Uralte Steineichen mit moosüberzogenen Stämmen säumen die Wanderwege im Nationalpark. Durch Wiesen und Wälder windet sich der Fluss Rio Homem. Bei Portela do Homem stürzt er als Wasserfall in mehreren Kaskaden in die Tiefe. Auf einzelnen Stufen liegen natürlich entstandene und mit Wasser gefüllte Felsbecken, die zu einem Bad einladen. Im Gegensatz zu vielen anderen Nationalparks ist das Baden offiziell erlaubt und eine Dusche unter einem Granitfelsblock gehört zu den unvergesslichen Erlebnissen in dem grünen Paradies. Inmitten der üppigen Vegetation ragt der 1.545 m hohe Berg Nevosa auf. An seinem Fuß leben wilde Ponys in einer rund 70 Exemplare umfassenden Herde.   

Guimarães – Universitätsstadt und Geburtsort der portugiesischen Nation

Ein Ort mit gewaltiger kulturhistorischer Bedeutung ist die Universitätsstadt Guimarães. In der São-Miguel-Kapelle soll Afonso Henriques getauft worden sein. Er ging später als erster König Portugals unter dem Namen Alfons I. in die Geschichtsbücher ein. Die Krönung zum König fand ebenfalls in der Universitätsstadt statt. Die Zeremonie wurde auf der Burg abgehalten, die noch heute über der Altstadt thront. Mit ihrem 27 m hohen Bergfried zählt sie zu den am besten erhaltenen Burganlagen Portugals. Im Jahr 2001 nahm die UNESCO das mittelalterliche Gemäuer mitsamt dem historischen Stadtkern in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit auf. Einen Hauch Mittelalter können Sie am Platz Largo da Oliveira einfangen, der von jahrhundertealten, teils windschiefen Häusern mit Laubengängen gesäumt wird. Mit dem Rathaus aus dem 14. Jahrhundert und dem Kloster Santa Marinha da Costa aus dem 12. Jahrhundert hat Guimarães weitere mittelalterliche Highlights zu bieten.  

Surfen und Baden im Parque Natural Litoral Norte

Rund 18 km lang ist ein Küstenabschnitt an der Costa Verde, der als ausgewiesener Naturpark unter besonderem Schutz steht. Der Parque Natural Litoral Norte erstreckt sich bis zur Flussmündung des Rio Cávado und empfängt seine Besucher mit breiten Traumstränden. Im Sommer zieht es neben Badeurlaubern vor allem Surfer in diese Küstenregion. Die bunten Drachensegel der Kitesurfer tanzen über den Wellen und Windsurfer vollführen aberwitzige Sprünge auf den Wellenkämmen. Im Hinterland erstreckt sich eine naturbelassene Wiesen- und Heidelandschaft hinter den Dünen. Seeschwalben und Stockenten brüten in der Wildnis und ein Labyrinth von Holzstegen durchzieht die Naturlandschaft. Der Parque Natural Litoral Norte liegt nördlich der Hafenstadt Porto am Atlantischen Ozean. Erste Anlaufstelle für Sonnenanbeter und Surfer ist der Badeort Apúlia am südlichen Ende des Naturparks.

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