Alentejo – urwüchsige Region zwischen Atlantik und Hochland

Alentejo – urwüchsige Region zwischen Atlantik und Hochland

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Die Region Alentejo erstreckt sich zwischen der Hafenstadt Lissabon im Norden und der Algarve im Süden. Der touristisch kaum erschlossene Landstrich eignet sich perfekt für einen Individualurlaub in ländlicher Umgebung. 

Alentejo: Zwischen Korkeichen und Lavendelfeldern

Grüne Flusstäler, blumenübersäte Wiesen, üppiges Weideland mit Bächen und Seen und uralte Weingüter, die auf kleinen Anhöhen thronen – die Region Alentejo empfängt ihre Besucher mit ländlicher Idylle. Rund ein Drittel der Landfläche Portugals nimmt die Region zwischen Lissabon und Algarve ein. Vom hektischen Treiben der beliebten Touristenregionen ist jedoch schon wenige Kilometer von der Atlantikküste entfernt nichts mehr zu spüren. Violettfarbene Lavendelfelder, aus denen vereinzelt Stein- oder Korkeichen aufragen, prägen vielerorts das Landschaftsbild. Das Weideland der Herdade Monte da Ponte erinnert an eine Savannenlandschaft. Uralte Korkeichen, deren geschälte Stämme rostrot in der Sonne leuchten, sorgen für bunte Farbtupfer. 

Im Westen der Region Alentejo rollen die Wellen des Atlantischen Ozeans an feinsandigen Stränden aus oder sie brechen an schroffen Felsen. Richtung Osten steigt das Terrain kaum merklich an, bis es in der Serra de São Mamede den höchsten Punkt erreicht. Mehr als 1.000 m hoch sind die Bergketten an der spanischen Grenze. In der Region Alentejo treffen Sie auf das ursprüngliche Portugal. Neben Kühen und Schafen weiden die berühmten schwarzen Schweine auf den Freiflächen. Bei den Tieren handelt es sich um die portugiesische Variante des Ibérico-Schweins. Sie ernähren sich vorwiegend von den Früchten der Stein- und Korkeichen und setzen auf diese Weise besonders aromatisches Fett an. Schinken und Würste aus diesem Schweinefleisch gelten als Delikatesse und werden auf vielen regionalen Märkten verkauft.  

Traumstrände an der Atlantikküste

Südlich von Lissabon beginnt der Küstenabschnitt der Region Alentejo. Er zieht sich Hunderte Kilometer am Atlantischen Ozean entlang und trifft im Süden auf die Algarve. Beinahe schneeweiß leuchten die Sandstrände im hellen Sonnenlicht. Viele sind kilometerlang nicht bebaut und naturbelassen. Wer an diesem Küstenabschnitt ein Ferienhaus in Portugal mietet, entscheidet sich bewusst für einen Urlaub abseits des touristischen Trubels. Zahlreiche Strände wie die Praia da Comporta bieten so viel Platz, dass der nächste Nachbar erst 30 m weiter auf seinem Badehandtuch liegt. Zwischen Porto Covo und Odeceixe verläuft der alte Fischerpfad „Trilho dos Pescadores“ auf der Steilküste. Hier stehen Angler auf den Felsen und kleine Badebuchten laden zu einem Bad in den Fluten des Atlantiks ein. In kleinen Fischrestaurants wird der Fang des Tages zubereitet und den Gästen serviert.  

Video: Die portugiesische Region Alentejo

Antike und mittelalterliche Spuren in Elvas und Évora

Elvas und Évora sind zwei Städte in der Region Alentejo, die aufgrund ihres wertvollen kulturhistorischen Erbes von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Ein gut erhaltener Diana-Tempel mit einer umlaufenden Säulenreihe ist ein antiker Zeuge der römischen Vergangenheit in Évora. Er steht oberhalb der verwinkelten Altstadt auf einem mit Kopfsteinpflaster ausgelegten Platz. Im Distrikt Portalegre, unweit der spanischen Grenze, liegt die alte Garnisonsstadt Stadt Elvas. Hier hinterließen mittelalterliche Mächte sichtbare Spuren in Form eines 7,5 km langen Aquäduktes. Mit dem Bau des viergeschossigen Amoreira-Aquäduktes wurde im 15. Jahrhundert begonnen. Mehr als 200 Baudenkmäler gibt es im Stadtzentrum, das von einer wehrhaften Stadtmauer umgeben ist.  

Ferienhaus Urlaub in der Weinregion

Die Provinzhauptstadt Évora ist nicht nur reich an kulturhistorischen Schätzen, sie ist auch das Zentrum einer großen Weinregion im Alentejo. Im zentral gelegenen Weininformationszentrum können Sie die edlen Tropfen verkosten. Auf den mineralhaltigen Schieferböden gedeigen gehaltvolle Trauben der Sorten Syrah, Aragonez und Castelão. Sie brauchen nur wenig Wasser und trotzen den hohen Temperaturen im Sommer, wenn das Thermometer Werte von 40 Grad und mehr anzeigt. Gekeltert wird überwiegend in Tongefäßen. Sie werden als Talhas bezeichnet und stehen symbolisch für die Verbundenheit der portugiesischen Winzer mit jahrhundertealten Traditionen. Der Wein reift auf zahlreichen Weingütern in mannshohen Amphoren aus Ton und gilt unter Kennern als Geheimtipp. Im Jahr 2012 wurde die geschützte Herkunftsbezeichnung „Vinho de Talha“ für die edlen Tropfen aus dem Alentejo eingeführt. Den Weinbau brachten die Römer vor 2.500 Jahren in die Region Alentejo.  

Vogelbeobachtungen im Montado

Die Region Alentejo lockt mit ihren urwüchsigen Landschaften vor allem Naturliebhaber und Individualtouristen an. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Hobbyornithologen, für die das Beobachten der zahlreichen Vogelarten im Mittelpunkt eines Ferienhaus Urlaubs steht. Perfekt geeignet ist die Region Montado im südlichen Alentejo. In einem 850 km² großen Areal, das nahezu ausschließlich aus Wiesen, Weiden und Weizenfeldern besteht, leben rund 170 Vogelarten. Unter ihnen befinden sich über 1.000 Exemplare der Großtrappe, dem schwersten flugunfähigen Vogel der Welt. Darüber hinaus sind in der Region Montado mehrere seltene Greifvogelarten wie der Spanische Kaiseradler, Rötelfalken und Wiesenweihen heimisch. An mehreren Punkten stehen Beobachtungstürme, die den Hobbyornithologen aus einer geschützten Stellung heraus erstklassige Einblicke in den Lebensraum der Vögel ermöglichen.  

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