Der Rossio Platz

Rossio Platz in Lissabon

ID 34433179 © Ivan Soto | Dreamstime.com

Der Praça de D. Pedro IV. zählt zu den wichtigsten innerstädtischen Plätzen in Portugals Hauptstadt Lissabon. Nach dem portugiesischen König Pedro IV. wurde der Platz erst im 19. Jahrhundert benannt. Vorher war er unter der Kurzbezeichnung Rossio bekannt. Bis heute benutzen die Einwohner Lissabons die historische Kurzform für den zentral gelegenen Platz.  

Rossio: Gesellschaftliches Zentrum im mittelalterlichen Lissabon

Der Praça de D. Pedro IV., von den Einheimischen liebevoll Rossio genannt, war im Mittelalter das gesellschaftliche Zentrum von Lissabon. Im 13. Jahrhundert wuchs die Stadt und sie breitete sich immer weiter in Richtung des Flusses Tejo aus. Wie die meisten Städte im Mittelalter entstand Lissabon aus einer Siedlung, die sich um eine zentral gelegene Burganlage entwickelte. Das Castelo de São Jorge, eine maurische Burganlage aus dem 11. Jahrhundert, thront noch heute über dem Altstadtviertel Baixa.  

Der Name „Rossio“ bedeutet in der deutschen Übersetzung so viel wie „Feld ohne Bewohner“. In der Bezeichnung findet sich die Anspielung auf das einst unbesiedelte Gebiet vor den Toren der mittelalterlichen Kleinstadt. Die wachsende Bedeutung des Rossio in den folgenden Jahrhunderten wird unter anderem durch die rege Bautätigkeit belegt. König Alfonso V. ließ zur Mitte des 15. Jahrhunderts den Palácio dos Estaus errichten, in dem später die berüchtigte Inquisition residierte und ihre Urteile fällte.   

Schwere Zerstörungen durch das Erdbeben

Im Jahr 1755 erschütterte ein verheerendes Erdbeben die Hauptstadt Portugals, das als das „große Erdbeben von Lissabon“ Eingang in die Geschichtsbücher fand. Der Rossio und die umliegenden Gebäude wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Zahlreiche Bauwerke wurden zerstört, darunter auch die Klosterkirche des Dominikanerkonvents. Die Mönche bauten das Gotteshaus im Barockstil wieder auf. Wie durch ein Wunder überstand der Palácio dos Estaus, in dem die Inquisition ihre Urteile fällte, nahezu unbeschädigt. Das Bauwerk existiert in der Gegenwart trotzdem nicht mehr, denn im Jahr 1836 vernichtete ein Brand das Gebäude vollständig. Anstelle des Palastes wurde sechs Jahre später das Teatro Nacional D. Maria II. erbaut. Der Wiederaufbau des Platzes begann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.  

Video: Rossio Square Lisbon

Bauwerke am Rossio

Zu den eindrucksvollsten Bauwerken am Platz Rossio gehört das Teatro Nacional D. Maria II., das im Jahr 1842 im klassizistischen Stil erbaut wurde. Auf dem Giebel thront eine Statue des portugiesischen Stückeschreibers Vicente. Ein weiteres imposantes Bauwerk am zentralen Platz ist der Bahnhof Lissabon Rossio. Dabei handelt es sich um das Hauptgebäude des Kopfbahnhofs der portugiesischen Hauptstadt. Der Bahnhof ist Haltepunkt für verschiedene Vorstadtzüge und für die Züge der Bahnlinie Rossio-Sintra, die in einem 15-minütigen Rhythmus verkehren. Der Kopfbahnhof wurde im neo-manuelinischen Stil erbaut und im Jahr 1886 eröffnet. In der Mitte des Platzes erhebt sich eine Säule, auf deren Spitze eine Bronzestatue des portugiesischen Königs Pedro IV. thront.  

Bodenmosaik und französische Brunnen

Unwillkürlich fällt der Blick beim Betreten des Rossio auf den Boden. Das Fußbodenmosaik, mit dem der Platz ausgelegt ist, stammt aus dem 19. Jahrhundert und besitzt eine geschwungene Wellenform. Das Muster aus weißen und grauen Pflastersteine scheint die Wellenbewegung des Atlantiks zu simulieren und ist ein Hinweis auf die Bedeutung Lissabons als Hafenstadt. Ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammen zwei französische Springbrunnen. Die Wasserspiele werden durch bronzene Statuen in Szene gesetzt, die in der Mitte der Springbrunnen auf einem Sockel stehen bzw. den Sockel flankieren. Den Zugang zur historischen Altstadt Baixa markiert ein steinerner Torbogen mit dem Namen Arco do Bandeira. Der überbaute Bogen mit dem barocken Giebel wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts im Zuge des Wiederaufbaus der Altstadt errichtet.

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