Tauchen in Portugal

Tauchen in Portugal

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Höhlentauchen an der Felsalgarve, Wracktauchen an der Westküste oder auf Tuchfühlung mit Delfinen und Zackenbarschen in den Küstengewässern Madeiras - Portugal zählt zu den Ländern Europas mit der größten Vielfalt an Tauchspots.  

Drei variantenreiche Tauchregionen in Portugal

Portugal empfängt Sie mit drei variantenreichen Tauchregionen, die allesamt am Atlantischen Ozean liegen. Am schnellsten erreicht ist die Algarve. Dieser ca. 160 km lange Küstenabschnitt im Süden des Landes ist wild zerklüftet. Die Felswände fallen mehrheitlich steil bis auf eine Wassertiefe von 10 m ab. Am porösen Gestein klammern sich Schwämme, Seeanemonen, Fächerkorallen und Muscheln fest. Die besten Tauchspots finden Sie im westlichen Teil und an der Felsalgarve. Die Blumeninsel Madeira verfügt ebenfalls über eine Reihe attraktiver Tauchplätze. Typisch für die Unterwasserwelt der Vulkaninsel sind die riesigen Zackenbarsche, die keinerlei Scheu vor den Menschen zeigen. Etwa 1.400 km vor der Küste des europäischen Festlandes liegt die Inselgruppe der Azoren im Atlantischen Ozean. Dort können Sie mit Haien und Delfinen auf Tuchfühlung gehen. Der populärste Tauchspot ist mit der Princess Alice Bank ein Riff, das rund 80 km vor der Küste der Insel Pico liegt.  

Höhlentauchen an der Algarve

Die Algarve ist die erste Anlaufstelle für Taucher, die die Unterwasserwelt des Atlantischen Ozeans vor der Küste Portugals bewundern wollen. Insbesondere im westlichen Teil dieses Küstenabschnitts und an der sogenannten Felsalgarve befinden sich ausgezeichnete Tauchgebiete direkt an der Küste. Die Diving-Center vor Ort bieten Tauchexkursionen zu den schönsten Tauchspots an. Die zerklüftete Küste der Felsalgarve ist ein Paradies für Höhlentaucher. In einer Tiefe zwischen 6 und 20 Meter liegen die Eingänge zu zahlreichen Unterwassergrotten. Seeanemonen, Steinkorallen und rostrote Schwämme besiedeln die Felsen. Eine der größten Unterwasserhöhlen befindet sich im äußersten Westen der Algarve, am windumtosten Cabo de Sao Vicente. Sie ist der ideale Einstieg für Taucher mit wenig Erfahrungen im Höhlentauchen, da der Eingang stets in Sichtweite bleibt und die Orientierung einfach ist.  

Tauchspots an der Algarve

An der Algarve reihen sich zahlreiche Tauchspots aneinander. Mehrere Diving-Center haben sich im Gemeindegebiet von Portimao angesiedelt, wo der Fluss Rio Arade in den Atlantischen Ozean mündet. Rund vier Kilometer vor der Küste liegt der Tauchspot „Oceans Revival“, wo die Wracks von versenkten Marineschiffen auf dem Meeresgrund liegen.
Rund um die Ortschaft Carvoeiro ist die Felsalgarve stark zerklüftet. Felswände fallen senkrecht in das Meer ab und bereits wenige Meter unterhalb der Wasseroberfläche wimmelt es von Leben. Sie tauchen an Riffs entlang, erforschen Unterwasserhöhlen und bewundern Schwärme von Goldbrassen und Barrakudas in ihrem natürlichen Lebensraum.
Das Cabo de Sao Vicente bei Sagres punktet nicht nur mit einer riesigen Unterwasserhöhle mit Tropfsteinformationen. Auch Wracktaucher kommen am westlichsten Punkt des europäischen Festlandes auf ihre Kosten. Unweit der Küste liegt das Wracks eines Kohlefrachters auf dem Meeresboden, den ein U-Boot im Zweiten Weltkrieg versenkt hatte.  

Video: Wracktauchen an der Algarve

Wracktauchen vor Portugals Festlandsküste

Wracktauchen ist ein faszinierendes Abenteuer. Portugal verfügt über einige erstklassige Tauchspots, wo die Rümpfe gesunkener Schiffe darauf warten, erforscht zu werden. Zu den bekanntesten Gebieten für das Wracktauchen in Portugal gehört das Unterwassermuseum und Tauchrevier „Ocean Revival“ an der Algarve. Im Jahr 2012 wurden knapp vier Kilometer vor der Küste von Portimao die vollständig entkernten Rümpfe von ausgemusterten Marineschiffen versenkt. Die Wracks liegen in einer Tiefe von ca. 30 m und sind die erste Anlaufstelle für passionierte Taucher, die den Urlaub in einem Ferienhaus in Portugal an der Algarve verbringen.  

Die Küstenregion rund um die portugiesische Hauptstadt Lissabon ist, abgesehen von einer Ausnahme, kein ausgesprochener Tauch-Hotspot. Lediglich die Felsenküste der Halbinsel Setúbal hat eine Attraktion der besonderen Art zu bieten. Hier sank in einer stürmischen Nacht im Februar 1989 der 175 m lange Frachter „River Gurara“. Algen und Korallen haben die Stahlwände, die Reste eines Bordkrans und die Aufbauten mit einer dicken Schicht organischen Materials überzogen. Tintenfische, Krebse, Langusten und Muränen bewohnen die einstigen Kabinen und den zerborstenen Laderaum. Dass in den küstennahen Gewässern Portugals noch manches Geheimnis verborgen liegt, zeigt der Fund eines Schiffswracks, das Taucher an der Mündung des Flusses Tajo im Jahr 2018 entdeckten. Das historische Schiff stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert und verkehrte einst auf der Gewürzroute nach Indien.  

Tauchen auf Madeira

In den Weiten des Atlantischen Ozeans liegt die zu Portugal gehörige Insel Madeira. Sie ist vulkanischen Ursprungs und trägt aufgrund der üppigen subtropischen Vegetation der Beinamen „Blumeninsel“. An den Tauchspots überwiegt felsiger Untergrund mit zahlreichen Riffen, Grotten und Furchen. Wer sich in die blaue Tiefe hinab wagt, wird mit dem Anblick zahlreicher Fische belohnt. Riesige Zackenbarsche durchstreifen die küstennahen Gewässer. Einige Exemplare sind bis zu zwei Meter lang. Sie zeigen keine Scheu, denn sie sind es gewohnt, regelmäßig von Tauchern besucht zu werden. Im Sommer gesellen sich Stechrochen und Mantarochen zu den Bewohnern des felsigen Untergrundes. Die Wassertemperatur liegt auf der Blumeninsel ganzjährig zwischen 19 und 24 Grad. Ein Neoprenanzug gehört bei diesen Werten zur Pflichtausrüstung.  

Azoren: Haie, Rochen und Muränen

Die Inselgruppe der Azoren haben nur wenige Tauchenthusiasten auf dem Plan. Dabei hat der Archipel, der rund 1.400 km vor der portugiesischen Küste im Atlantischen Ozean liegt, einige spektakuläre Tauchplätze zu bieten. Zu den Highlights zählt die Princess Alice Bank, ein Riff, das ca. 80 km vor der Küste der Insel Pico liegt. Die ortsansässige Tauchschule bietet Unterwassersafaris zum Riff an, die aufgrund der wechselnden Wetterverhältnisse auch kurzfristig verschoben oder abgesagt werden können. Eine mit dem Boot verbundene Leine sichert die Taucher vor dem Abtreiben, denn die Strömung in den Weiten des Atlantiks ist unberechenbar und gefährlich.  

An der Princess Alice Bank erwartet Sie ein bunter Mix aus verschiedenen Meeresbewohnern. Schwärme von Barrakudas umkreisen die Felsen und hin und wieder schweben mantaähnliche Rochen vorbei. In dunklen Felshöhlen lauern Muränen, die blitzschnell hervorschnellen, wenn sich ein Beutefisch zu nah an das Versteck gewagt hat. Krebse und Langusten bevölkern die mit Algen und Korallen überwucherten Felsen und nicht selten ziehen Goldbrassenschwärme vorbei, deren Schuppenkleid in der Sonne aufblitzt. Die eigentliche Attraktion sind jedoch Blauhaie, die von der Crew mit Ködern angelockt werden. Die Meeresräuber leben eigentlich in großen Tiefe und nur die Aussicht auf Beute lockt sie in die Nähe der Wasseroberfläche.  

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