Mosteiro dos Jerónimos

Mosteiro dos Jerónimos

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Das Mosteiro dos Jerónimos ist eine Klosteranlage in Lissabon, die im Jahr 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Das Kloster wurde im Jahr 1502 durch König Manuel I. gegründet und zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in der portugiesischen Hauptstadt.  

Hieronymitenkloster: Imposantes Bauwerk der Spätgotik

Mit dem Hieronymitenkloster Mosteiro dos Jerónimos steht eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Portugals im Lissaboner Stadtteil Belém. Die Klosteranlage zählt zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Spätgotik. Die portugiesische Variante dieses Architekturstils wird in Anlehnung an König Manuel I. das Manuelinik bezeichnet. Manuel I. lenkte von 1495 bis 1521 die Geschicke des Landes und gilt bis heute als der bedeutendste König Portugals. Im Jahr 1502 gründete er das Mosteiro dos Jerónimos. Der Bau wurde mit Einnahmen aus dem Überseehandel finanziert und im Jahr 1544 fertiggestellt. Das Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 überstand die Klosteranlage weitestgehend unbeschädigt. Bis zur Säkularisierung im Jahr 1834 lebten Mönche des Ordens des Heiligen Hieronymus in dem Kloster. Im Jahr 1983 entschied die Welterbekommission der UNESCO, die Anlage in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufzunehmen.  

Kreuzgang und Innenhof

Der Kreuzgang des Klosters Mosteiro dos Jerónimos verzaubert die Besucher noch heute mit seiner verspielten Architektur. Er befindet sich im Norden der Anlage und umschließt einen quadratischen Innenhof. Die Schmuckelemente, Figuren und Fresken verbinden Elemente aus dem Orient, dem asiatischen Raum und dem Abendland. Mittelalterliche Meister haben filigrane Formen aus dem gelblichen Sandstein herausgearbeitet, die Porträts, Figuren und florale Ornamente zeigen. Angereichert wird das kunstvolle Ensemble mit dem königlichen Wappen und dem Kreuz der Kreuzritter. Beide Embleme tauchen an verschiedenen Stellen des Kreuzganges auf. Im Innenhof laufen vier Wege aus jeweils einer Ecke auf ein zentral gelegenes Rondell zu. Einst stand hier ein steinernes Wasserbecken mit dem Löwenbrunnen. Dieser steht heute an der nordwestlichen Seite.  

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Renaissancekunst am Südportal der Kirche

An keinem anderen Ort der Klosteranlage lässt sich der Übergang von der Spätgotik zur Renaissance eindrucksvoller ablesen, als am Südportal der Klosterkirche. Das gesamte Portal ist 32 m hoch und damit höher als das Gesims des Gotteshauses. Am höchsten Punkt des kunstvoll ausgearbeiteten Eingangs thront der Erzengel Gabriel. Darunter wacht auf dem Bogen des Portals stehend die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm. Das Südportal verfügt über zwei nebeneinanderliegende Eingangstüren. In der Nische dazwischen symbolisiert die steinerne Statue Heinrich des Seefahrers die große Bedeutung der Seefahrt für Portugal. Die runden Steinbögen der Renaissance werden von gotischen Fialen flankiert, die aufwendig mit floralen Motiven verziert wurden.  

Königsgräber in der Klosteranlage

Zahlreiche Angehörige der portugiesischen Königsfamilie fanden nach ihrem Tod ihre letzte Ruhestätte in der Klosteranlage Mosteiro dos Jerónimos. Das wohl bekannteste Grabmal ist das Manuels I. von Portugal, der am 13. Dezember 1521 verstarb. Neben den Gräbern von König Johann III., König Sebastian und König Alfons VI. fand auch Katharina von Kastilien ihre letzte Ruhestätte hinter den Klostermauern. Letztere heiratete im Jahr 1525 den portugiesischen König Johann III. und war bis zum Tod des Monarchen im Jahr 1557 Königin von Portugal.  

Unter einer Empore in der Klosterkirche befindet sich das Grabmal eines der berühmtesten Seefahrer Portugals: Vasco da Gama. Er war der erste Seefahrer, der das Kap der Guten Hoffnung umsegelte und dabei ganz nebenbei den Seeweg nach Indien entdeckte. Der Entdecker wurde von Manuel I. in den Adelsrang erhoben und durfte sich später mit dem Titel „Vizekönig von Indien“ schmücken. Er verstarb am Heiligabend des Jahres 1524 in Indien und fand nach mehrfachen Umbettungen seine letzte Ruhe im Jahr 1880 in der Klosterkirche des Mosteiro dos Jerónimos.

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