Nationalpark von Peneda-Gerês

Nationalpark Peneda-Gerês

ID 75142717 © Vítor Ribeiro | Dreamstime.com

Peneda-Gerês ist Portugals einziger Nationalpark und eine Wildnis mit Wasserfällen, Naturpools und wild lebenden Ponys. Das 700 km² große Areal liegt im grünen Norden des Landes und ist seit 2009 Biosphärenreservat der UNESCO.  

Nationalpark Peneda-Gerês: Portugals Wildnis im Norden

Wer ein Ferienhaus in Portugal als Urlaubsdomizil mietet, entscheidet sich in der Regel für die Algarve oder die westliche Atlantikküste als Reiseziel. Der grüne Norden des Landes blieb vom Massentourismus bislang verschont. Davon profitieren Naturliebhaber und Aktivurlauber, die den einzigen Nationalpark Portugals erkunden wollen. Er liegt in der Region Norte unweit der spanischen Grenze und ist ein Naturparadies mit hohen Bergen, zahlreichen Wasserfällen und wilden Ponys. Von Porto benötigen Sie rund zwei Stunden mit dem Mietwagen bis zum Nationalpark Peneda-Gerês. Auf den letzten Kilometern beginnt bereits das Abenteuer, denn die Straße ist einspurig und windet sich mit zahlreichen engen Kurven durch bergiges Gelände.  

Stauseen, Wasserfälle und Naturpools

Der Nationalpark Peneda-Gerês ist ein wasserreiches Gebiet im Nordwesten Portugals. Hobbyangler können am Stausee Vilarinho auf die Jagd nach Forellen gehen. Die Angelerlaubnis gibt es für ein paar Euro im 25 Kilometer entfernten Dorf Vieira do Minho. Nördlich des Stausees hat der Fluss Rio Homem einige Naturpools aus dem Felsgestein gewaschen. Die Badebecken versprechen im Sommer eine erfrischende Abkühlung nach einer Wanderung. Vielerorts rauschen kleine Wasserfälle über Felskanten in die Tiefe. Dort gönnen Sie sich eine Rückenmassage mit klarem Quellwasser. Je weiter Sie dem Rio Homem flussaufwärts folgen, desto weniger Betrieb herrscht an den Badestellen. Seit 1972 versperrt die Talsperre Vilarinho das Furnas dem Rio Homem den Weiterfluss in Richtung Tal. Mit steigendem Wasserstand wurde das Dorf Vilarinho das Furnas überflutet, dessen Ruinen heute wie das sagenumwobene Atlantis aus dem Wasser ragen.  

Video:Peneda-Gerês Park - Portugal

Wandern auf dem Trilho da Preguiça

Eine Vielzahl an Wanderwegen wartet im Nationlapark Peneda-Gerês darauf, von sportlich aktiven Besuchern erkundet zu werden. Zu den schönsten Wanderpfaden gehört der Trilho da Preguiça, der am Flusslauf des Rio Homem entlangführt und traumhafte Aussichtspunkte passiert. Sie laufen durch tiefe Wälder mit einem Bestand an uralten Eichen, passieren blumenübersäte Wiesen und kommen an grünen Almen vorbei. Unter Umständen stoßen Sie auf kleine Herden wild lebender Ponys. Rund 70 Exemplare leben im Nationalpark. Wenn Sie angesichts der Tiere Lust auf einen Ausritt bekommen, können Sie eine geführte Tour bei einem Anbieter im Nationalpark buchen.  

Auf den Spuren der Geschichte

Der Nationalpark Peneda-Gerês hat neben der überwältigenden Natur noch mehr zu bieten. An zahlreichen Orten treffen Sie auf die Spuren frühzeitlicher Besiedlung. Bei den Ortschaften Castro Laboreiro, Mezio und Cambeses laden 5.000 Jahre alte Megalithgräber zu einer Besichtigung ein. Dass die Region bereits in der römischen Antike besiedelt war, belegen Meilensteine an alten Römerstraßen. Mehrere dieser wichtigen Militär- und Handelsstraßen durchqueren den Nationalpark. Sie verbanden die römische Siedlung Braccara Augusta (Braga) mit antiken Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Spaniens. Ein gut erhaltener römischer Meilenstein mit Inschriften in Latein steht vor der Kirche des Städtchens Valença.  

Urige Dörfer und hohe Berge

Die urigen Dörfer im Nationalpark reihen sich an den wenigen Hauptstraßen aneinander. Schreine und Kapellen dokumentieren die religiöse Verbundenheit der Einwohner. In einigen Ortschaften scheint das Leben seit Jahrhunderten stillzustehen. In Campo do Gerês stammen die meisten Häuser aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurden aus dunklen Granitsteinen erbaut. Menschen und Nutztiere leben teilweise auf engstem Raum zusammen. Unter der Wohnung befinden sich bei einigen Häusern Ställe, in denen die Kühe nach dem Abtrieb von der Weide überwintern. Weinranken winden sich an den Mauern empor und bilden im Sommer einen natürlichen Schutz vor den Sonnenstrahlen.  

Mehrere Gebirgskämme ragen im Nationalpark auf. Der höchste Berg trägt den Namen Nevosa und ist 1.545 m hoch. Den Gipfel können Sie allein mit Wanderschuhen oder im Rahmen einer geführten Mountainbike-Tour erklimmen. Vom höchsten Punkt haben Sie einen atemberaubenden 360-Grad-Rundumblick. Die Luft ist auch im Hochsommer angenehm frisch. Im Winter sind Schneefälle in den Bergen des Nationalparks keine Seltenheit. Wenn Sie die teilweise beschwerlichen Wanderungen in Angriff nehmen, dringen Sie in unberührte Regionen vor, die fernab jeglicher Zivilisation liegen. 

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