Óbidos – Kleinstadt mit Mittelaltercharme

Óbidos – Kleinstadt mit Mittelaltercharme

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Eine gute Autostunde nördlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon liegt die Kleinstadt Òbidos in der Region Estremadura. Die Stadt mit ihrem historischen Zentrum, das vollständig von einer mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen wird, gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Portugal.  

Mittelalterflair in Óbidos

Wie ein riesiges Freilichtmuseum liegt das Städtchen Óbidos im Hinterland der Atlantikküste. Der gesamte historische Stadtkern wird von einer Stadtmauer aus dem frühen 16. Jahrhundert umschlossen. Sie ist komplett begehbar und bietet einen einzigartigen Blick über das Häusermeer. In den alten Kopfsteinpflastergassen reihen sich weiß getünchte Häuser mit ziegelroten Dächern aneinander. Die Sockel der Mauern und Gebäude sind himmelblau oder sonnengelb gestrichen. Die Gassen sind über Treppen und Durchgänge miteinander verbunden und münden in kleine Plätze. Die Stadtmauer wurde im Jahr 1527 errichtet, um Óbidos vor Angriffen zu schützen. Obwohl beim Erdbeben von Lissabon zahlreiche Gebäude zerstört und anschließend neu aufgebaut wurden, hat sich die Stadt ihren mittelalterlichen Charme erhalten.  

Castelo de Óbidos – Stadtfestung aus dem 12. Jahrhundert

Jedem Besucher von Óbidos fallen beim ersten Besuch die wuchtigen Eck- und Rundtürme der Stadtfestung ins Auge. Das Castelo de Óbidos wurde im 12. Jahrhundert nach der erfolgreichen Vertreibung der Mauren errichtet. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde das Bauwerk im Jahr 1153. Die Burg steht auf einem Hügel im Stadtgebiet. Augenblicklich fällt der unregelmäßige Grundriss auf. An der Fassade vermischen sich Elemente des romanischen, des gotischen und des barocken Baustils. Die zinnengekrönten Mauern haben eine Gesamtlänge von mehr als 1.500 Metern. In die Mauern eingelassen sind Wehrtürme mit einem rechteckigen und zylinderförmigen Grundriss. Das Erdbeben von Lissabon richtete im Jahr 1755 schwere Schäden an der Bausubstanz an. Ab den 1930er Jahren fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt, bei denen schrittweise die alten Strukturen wieder hergestellt wurden.  

Kirche, Aquädukt und Schandpfahl in Óbidos

Im Herzen der historischen Altstadt von Óbidos erhebt sich die Kirche Santa Maria. Die Grundmauern des Gotteshauses stammen aus dem 12. Jahrhundert. Das Innere ist mit den für Portugal typischen Azulejos ausgekleidet. Diese bunt bemalten und glasierten Keramikfliesen sind eine kulturelle Hinterlassenschaft der Mauren, die die Kunst der Fliesenherstellung im 8. Jahrhundert auf die Iberische Halbinsel brachten. In der Kirche Santa Maria wurde im Jahr 1444 die Ehe zwischen dem portugiesischen König Alfons V. und Isabel von Portugal geschlossen. In Sichtweite der Kirche steht ein ehemaliger Schandpfahl aus Granit. Er ist ein sichtbares Zeichen, dass der Ort das Stadtrecht erworben hatte. An diesem Pranger wurden bis in die Neuzeit verurteilte Straftäter öffentlich zur Schau gestellt.  

Ein Relikt aus einer frühen Phase der Neuzeit ist das Aquädukt von Óbidos. Das drei Kilometer lange Bauwerk mit den charakteristischen Rundbögen wurde im Jahr 1570 zur Versorgung der Stadt mit Trinkwasser errichtet. Über das Aquädukt wurde Wasser aus den Bergen der Gemeinde Usseira nach Óbidos geleitet und im Stadtinneren verteilt. Der tadellose Erhaltungszustand des knapp 500 Jahre alten Bauwerks macht es zu einem beliebten Fotomotiv.  

Naturgenuss in der Lagune von Óbidos

Vor den Toren des Städtchens liegt mit der Lagune von Óbidos ein Naturparadies an der Atlantikküste. Im Mittelalter reichte die fünf Kilometer lange Lagune bis an die Tore von Óbidos. Durch zunehmende Verlandung verlagerte sie sich immer weiter in Richtung Atlantikküste. Die Lagune besitzt eine maximale Ausdehnung von 1,8 km und erstreckt sich unterhalb der Ortschaft Foz do Arelho. Besonders Hobbyornithologen kommen in dem Naturparadies auf ihre Kosten. Zahlreiche Vogelarten leben in dem Ökosystem und viele Zugvögel legen zweimal im Jahr eine Rast in dem Feuchtgebiet ein. Zu den größten Vögeln in der Lagune von Óbidos gehört eine Gruppe rosafarbener Flamingos. Die Wasserfläche ist darüber hinaus ein beliebter Tummelplatz für Windsurfer, die das vor der Brandung geschützte Areal schätzen.        

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